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Friedrich Pfannhauser

Fünf Beamte und eine Beamtin versehen zur Zeit auf dem Garser Posten am Dreifaltigkeitsplatz Dienst. „Um eine Person zu wenig“, weiß der Kommandant. Seit 20 Jahren ist der Personalstand unverändert, die Aufgaben dagegen wachsen kontinuierlich – von Sachbeschädigung bis Vandalismus, 200 Erledigungen für Gericht und Bezirksanwaltschaft (von Geldeintreibungen bis zu Verwaltungsübertretungen). Der meiste Aufwand ist die Erhebung für anhängige Gerichtsverfahren. Hier müssen Beweise gesammelt, Personen ausfindig gemacht und Zeugen befragt werden. All das gehört so dokumentiert, dass die Fakten vor Gericht Bestand haben und die Wahrheit untermauern. Schließlich begründet sich darauf das Urteil.
Sicherheit vermitteln
Daher ist eines der Ziele des Kommandanten die Auffüllung des Personalstandes mit der Besetzung eines Kommandanten-Stellvertreters, nicht zuletzt um auch die ureigensten Aufgaben einer Polizeistation weiterhin erfüllen zu können: „Wir müssen präsent sein, den Menschen ein Sicherheitsgefühl vermitteln als erste Anlaufstelle, wenn sich jemand nicht mehr zu helfen weiß. Und manchmal muss man sich einfach auch Zeit nehmen für ein Gespräch.“

Außerhalb des Dienstes ist Friedrich Pfannhauser in erster Linie Familienmensch. Die drei erwachsenen Töchter sind schon außer Haus, doch die Verbindung ist eng. Da wird beim Hausbau geholfen, Reparaturen werden erledigt oder auch auf die drei Enkerln aufgepasst.
„Ich habe ein Krafttier“
Wie man den Spagat zwischen Familienharmonie und den Härten eines Polizistendaseins unter einen Lebenshut bringt? Jetzt ist wieder Zeit für Unerwartetes: „Ich habe ein Krafttier“, wird Friedrich Pfannhauser ernst und klopft auf den Panzer der kleinen Keramikschildkröte auf seinem Schreibtisch. „Die Schildkröte zeigt mir, wie es geht: Ruhe, Beständigkeit, Harmonie. Der Panzer schützt vor Angriffen. Dorthin kann man sich zurückziehen, um mit Bedächtigkeit und Kraft seine Entscheidungen zu treffen.“